
Eröffnung Skatebox
Stadt Grevenbroich schafft weitere Aufenthaltsqualität und
Bewegungsangebote für junge Menschen

07. Juli 2025
Eröffnung Skatebox – Stadt Grevenbroich schafft weitere
Aufenthaltsqualität und Bewegungsangebote für junge Menschen
500.000 Euro für Jugendfreizeitflächen
Die Stadt Grevenbroich setzt ein starkes Zeichen für die junge Generation: Mit einem Investitionsvolumen von rund 500.000 Euro werden in diesem Jahr Freizeitflächen für Jugendliche und junge Erwachsene im gesamten Stadtgebiet modernisiert, erweitert oder völlig neu geschaffen. Ein erstes Highlight erwartet die jungen Menschen ab dem Wochenende in der Innenstadt: Am Sonntag, den 13. Juli wird ab 17 Uhr am Kirmesplatz an der Graf-Kessel-Straße die „Skatebox“ eröffnet.
„Das ist ein Seecontainer, der mit allem ausgestattet ist, was man so braucht: Zehn Rampen, Skateboards, Roller, aber auch Schutzausrüstung“ erläutern Katherin Hojka und Johanna Giesa aus dem Team der Jugendförderung das Konzept. Dieses gibt es so deutschlandweit bisher in nur wenigen Städten. Die vorbereitenden Arbeiten laufen, sodass der neue Treffpunkt mit einem großen Event eröffnet werden kann. Begleitet wird dieses von den Profis der Skateboard Akademie Köln, die mit viel Herzblut bei der Sache sind. Sie bringen die Besuchenden mit ihren Tricks zum Staunen und teilen ihr Wissen gerne mit den Jugendlichen vor Ort. Darüber hinaus sorgt ein DJ für die passende Atmosphäre. Getränke und Snacks sind ebenso geplant. Das Event ist kostenfrei und für alle offen.
Passend zum Start der Sommerferien wird die Skatebox durch ein offenes Ferienprogramm für alle Altersklassen erweitert. Vom 14. bis 18. Juli kann in der ersten Ferienwoche auf dem Areal der Skatebox in der Stadtmitte viel erlebt werden: Die Skateboard Akademie Köln wird jeden Tag von 10 bis 15 Uhr vor Ort sein und junge Skaterinnen und Skater unterstützen, ihnen Tricks zeigen und sie professionell anleiten. Das Angebot wird durch ein ganztägiges vielschichtiges Sportprogramm bereichert, das täglich bis 20 Uhr genutzt werden kann. So stehen unter anderem Basketball, Soccercourts, Fußballdart und Menschenkicker ebenfalls zur Verfügung und werden umrahmt von Liegestühlen, Beats, Drinks und Snacks.
Darüber hinaus zeigt sich derzeit in mehr als 12 auf das Stadtgebiet verteilten Einzelmaßnahmen, die derzeit vom Jugendamt vorbereitet oder bereits umgesetzt werden, der Anspruch, Jugendlichen nicht nur Freizeitangebote, sondern echte Lebensräume zu bieten. „Freizeitflächen sind soziale Orte – wir investieren hier ganz bewusst in Chancengleichheit und Lebensqualität“, betont Bürgermeister Klaus Krützen.
Stadtweit entstehen neue Räume, die sich direkt an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren. In Summe investiert die Stadt in diesem Jahr rund eine Million Euro in Spiel- und Freizeitflächen.
So wird etwa im Ortsteil Allrath an der Bongarder Straße ein neuer Soccer-Court geplant. Parallel dazu entsteht eine Calisthenics-Anlage, die durch eine Initiative des
Turnvereins Allrath mit Fördermitteln realisiert werden kann. In Elsen steht ebenfalls ein Soccer-Court auf dem Programm – ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Johan-Cruyff-Stiftung verwirklicht wird. Beide Standorte befinden sich aktuell in der finalen Planungs- und Prüfphase, einschließlich Bodengutachten.
Für Basketballbegeisterte wird es insbesondere in Gustorf spannend: Dort entsteht ein neuer 3x3-Basketballplatz am Torfstecher Weg – die Vorbereitungen laufen, die nötigen Gutachten sind beauftragt. Auch in Hemmerden, Neurath und Frimmersdorf werden bestehende Basketballangebote gezielt ausgebaut oder sinnvoll verlagert, etwa auf geeignetere Flächen. Besonders erfreulich: Die Markierung der Spielflächen als richtige Basketballfelder wird auf Wunsch der Jugendlichen professionell umgesetzt – ein Beispiel für direkte Partizipation.
Auch in Kapellen wird nicht nur punktuell, sondern konzeptionell gedacht: Die Fachverwaltung arbeitet dort an einer pädagogisch ausgerichteten Gesamtplanung mehrerer Grünflächen, bspw. hinter der Turnhalle und in ihrer Umgebung. Ziel ist es, durch intelligente Kombination bestehender Flächen einen Freizeitbereich mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen, der den Bedürfnissen unterschiedlicher Nutzergruppen gerecht wird.
Auch in Neurath finden entsprechende Maßnahmen statt: Hier wird aktuell ein Basketballfeld samt Sitzmöglichkeiten aufgewertet. In Neuenhausen wiederum wurde der ursprünglich vorgesehene Standort neu bewertet – statt der Dreiecksfläche neben dem Tennisheim soll nun eine nahegelegene Grünfläche am Fußballplatz genutzt werden, die eine bessere Eignung und Anbindung aufweist.
„Die Projekte zeigen sehr klar: Wir schaffen nicht einfach nur Flächen, wir schaffen Qualität. Und zwar dort, wo sie gebraucht wird“, erklärt Christian Abels, Leiter der Kinder- und Jugendförderung. „Was heute geplant wird, ist das Ergebnis vieler Gespräche mit Jugendlichen, mit Vereinen, mit Schulen und Initiativen. Wir bauen nicht über die Köpfe hinweg, sondern auf der Grundlage echter Beteiligung.“
Dabei ist die Umsetzung keineswegs trivial. Vor jeder Maßnahme stehen eine Vielzahl technischer, rechtlicher und baulicher Prüfungen – Kampfmittelüberprüfungen, Bodengutachten, Vermessungen oder Emissionsbewertungen. Diese Vorarbeiten sind zeitintensiv und notwendig, um rechtssichere und nachhaltige Lösungen zu schaffen.
Die Umsetzung schreitet dennoch an allen Standorten voran. Das Jugendamt entwickelt parallel ein stadtweites Konzept für Bolz- und Basketballflächen, das eine ausgewogene Versorgung aller Sozialräume mit modernen Freizeitmöglichkeiten sichern soll.
„Das ist keine Schönheitskur, sondern eine echte Investition ins Miteinander unserer Stadt“ so Bürgermeister Klaus Krützen weiter: „Wir gestalten eine Stadt, in der junge Menschen Platz finden – und das nicht irgendwo am Rand, sondern mitten in ihrem Alltag. Dafür stehen diese Projekte.“
Pressefoto zur freien Verwendung. Abgebildete Personen:
V.l.n.r.: Jonas Clever, Bürgermeister Klaus Krützen, Jugenddezernent Florian Herpel, Lena Saveski, Katherin Hojka, Johanna Giesa, Christian Abels, Ronja Harmann – je Team Kinder- und Jugendförderung